Die vergessene Mobilisierung, 2017

Eine künstlerische Arbeit von Luise Schröder im Rahmen der Ausstellung Luther und die Avantgarde

Gedenktafel mit Inschrift im öffentlichen Raum, Emaille/Eiche, 49×72 cm
Faltblatt, 96 x 66 cm, Auflage: 10 000 St.
Postkarte mit Schriftentwurf Friedlaender, 14,8 x 21 cm
Schriftzug im Ausstellungsraum: Wie weit bist du bereit zu gehen
Schriftentwurf: Friedlaender
Video, HD, 16:9, 10:37 min.

Gedenktafel, Lutherstr. 42, Wittenberg

Die vergessene Mobilisierung thematisiert das Verhältnis von Geschichtsschreibung, Gender und Stadtraum am konkreten Beispiel der Lutherstadt Wittenberg. Dabei beschäftigt sich die Künstlerin mit möglichen alternativen Narrativen innerhalb der vorhandenen Geschichtsschreibung und dem darin angelegten utopischen Potential. Anhand eines fiktiven historischen Szenarios: Dem Generalstreik der Frauen Wittenbergs am 4. Mai 1987 fragt Luise Schröder nach dem, „was hätte sein können“. Die für den öffentlichen Raum konzipierte Gedenktafel erinnert zum einen an dieses fiktive historische Ereignis und stellt gleichzeitig die Bedingungen von Geschichtsschreibung und historischen Narrativen zur Diskussion. Der eigens für die Tafel entwickelte Schriftentwurf Friedlaender von Reymund Schröder ist dabei eine Hommage an die jüdische Schriftgestalterin Elisabeth Friedländer, die in den 1930iger Jahren in Deutschland wirkte. Das zweiseitige Plakat gibt Auskunft über die Gründe und den Ablauf des Streiks. Die Installation wird ergänzt durch ein Video, das Vorschläge von Wittenberger_innen zu der Frage präsentiert, welche Frauen Wittenbergs auf möglichen Gedenktafeln in der Stadt Erwähnung finden sollten. Diese öffentliche Umfrage wurde im Vorfeld der Arbeit durch die Künstlerin vor Ort durchgeführt.

Die Arbeit entstand in Kooperation mit der Politikwissenschaftlerin Sabine Merkel, der Gestalterin Anika Rosen und dem Schriftgestalter Reymund Schröder.

Einweihung der Gedenktafel

Faltblatt

Ausstellungsansicht

Ausstellungsansicht, Font Specimen

Ausstellungsansicht

AUFRUF DER KÜNSTLERIN LUISE SCHRÖDER AN ALLE BEWOHNER_INNEN DER LUTHERSTADT WITTENBERG

Wittenberg Innenstadt, Leere Gedenktafel, Dokumentation

Welche weiblichen Persönlichkeiten der Stadt Wittenberg sollten auf 101 möglichen Gedenktafeln Erwähnung finden?

Im Rahmen der Ausstellung „Luther und die Avantgarde“, die vom 19.05.-17.09.2017 im Alten Gefängnis, Berliner Str. in Lutherstadt Wittenberg präsentiert wird, beschäftige ich mich künstlerisch mit den Wittenberger Gedenktafeln. Diese zählen zu den bekannten Touristenattraktionen der Stadt. Unter den Persönlichkeiten auf den mittlerweile 100 Gedenktafeln befinden sich lediglich zwei Frauen, Olga Gebauer, Gründerin des deutschen Hebammenverbandes und Friederike Caroline Neuber, Schauspielerin und Dramaturgin. Eine weitere Tafel, die Elisabeth von Meseritz, einer Kirchenlieddichterin gewidmet ist, soll 2017 wieder aufgehängt werden. Dieses Missverhältnis ist in besonderem Maße Ausdruck einer sehr männlich dominierten Geschichts-und Erinnerungskultur innerhalb des Stadtbildes, die nicht korrigiert, sondern im Gegenteil, nach 1945 bis in die Gegenwart fortgeschrieben und fortgesetzt wird.

Welche weiblichen Persönlichkeiten der Stadt aber auch Besucherinnen Wittenbergs sollten auf 101 möglichen Gedenktafeln Erwähnung finden? Gesucht werden Frauen aus der Geschichte bis in Gegenwart hinein, die Ihrer Meinung nach im öffentlichen Raum mit einer Gedenktafel gewürdigt werden sollten. Die gesammelten Vorschläge für eine Gedenktafel werden anschließend anonymisiert im Rahmen der Ausstellung „Luther und die Avantgarde“ zusehen sein. Ich selbst werde eine Gedenktafel gestalten, die dann im öffentlichen Raum platziert wird.

Weitere Informationen finden Sie hier:

DOWNLOAD_AUFRUF_Schroeder_Frauengedenktafeln_de

DOWNLOAD_OPENCALL_Schroeder_Womenmemorialplaques_en

Ein Projekt der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn in Kooperation mit Reformationsjubiläum 2017 e.V.

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Third space

Internationales Austausch- und Ausstellungsprojekt
International Exchange and Exhibition Project

März/March-Juli/July 2015, Leipzig

KünstlerInnen/Artists:
Olga Jitlina, Elli Kuruş, Lada Nakonechna, Luise Schröder, Giorgi Tabatadze und Michail Tolmachev

Kuratorinnen /curators: Kristina Semenova und Olga Vostretsova
Projektassistenz/Project Assistant: Lukas Eichner

 www.buekue.eu

The concept „The Third Space“ derives from the texts of postcolonial thinker Homi Bhabha and refers to a field of experience, a field of tension, within which, unhierarchicised differences collide. The Third Space is a social undertaking that transcends the melting pot of cultures, and veers away from postmodern arbitrariness, claiming hybridisation of identity. It shall resist the process of cultural differentiation and exclusion, which is currently underway. But just what is the oppositional potential of The Third Space?

The Third Space project understands “the third space“ as a place of encounters within which cooperation unfolds on an artistic level. Artists from Georgia, Ukraine and Russia, together with artists from Leipzig, will try examine the nature of contemporary border conflicts from varying perspectives and employ the concept of “the third space“ to test out a way of thinking „beyond the borders“. Our aim, is is an inquiry on the artistic exchange, providing theoretical, and practical arguments for debate in the form of talks, discussions and exhibitions.

From the 16th to the 29th March 2015, the artists will meet for the first time in Leipzig and present to the general public their basic approaches and field operations.

Gefördert durch/supported by:

Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Rosa Luxemburg Stiftung, Kulturamt der Stadt Leipzig.

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Dokumentation der Eröffnung am 15. Februar 2014 in Flössberg

Künstlerische Intervention ver_GEGENWÄRTIGEN von Luise Schröder im öffentlichen Raum in Flössberg und Beucha

15. Februar – 4. Mai 2014

 

Die künstlerische Arbeit ver_GEGENWÄRTIGEN von Luise Schröder versucht die Erinnerung an das ehemalige KZ-Außenlager zwischen Flößberg und Beucha und den damit verbundenen Teil der deutschen Geschichte der Region ins Gedächtnis zu rufen und ihn wieder im Bewusstsein zu verankern.

An der Landstrasse zwischen Flößberg und Beucha befand sich zwischen November 1944 und April 1945 ein Konzentrationslager. Hier sollten im Auftrag der Hugo-Schneider-AG (HASAG) Sprengköpfe für Panzerfäuste von ca. 1900 vorwiegend jüdischen Häftlingen hergestellt werden. Die Lebens-und Arbeitsbedingungen im Lager waren unmenschlich und extrem hart. Viele der Häftlinge starben aufgrund dieser Bedingungen im Lager oder aber an den Folgen der brutalen Misshandlungen durch die Aufseher. Die sieben, von der Künstlerin angefertigten, lebensgroßen Bildtafeln bestehen aus partiell übermalten Fotografien, die als künstlerische Hinweis- und Gedenkmonumente im öffentlichen Raum fungieren. Sie sind in Zusammenarbeit mit Bewohner_innen aus Flößberg und Beucha entstanden. Die Personen auf den Bildtafeln zeigen auf etwas nicht Sichtbares im Bild-hintergrund und verweisen damit über die Bilder hinaus auf den heute fast unsichtbaren ehemaligen Standort des Lagers und den noch vorhandenen jüdischen Friedhof im Wald an der Landstrasse zwischen Flößberg und Beucha.

Die künstlerische Arbeit ver_GEGENWÄRTIGEN von Luise Schröder wurde im Rahmen des Projektes Die Zukunft des Vergangenen 2012 konzipiert und konnte nun mithilfe der Förderung des Bundesprogrammes „Toleranz Fördern – Kompetent stärken“, dem Landesprogramm „Weltoffenes Sachsen – Für Demokratie und Toleranz“, sowie dem Landkreis Leipzig für den öffentlichen Raum realisiert werden. Das Projekt Die Zukunft des Vergangenen wiederumbeschäftigte sich mit Orten und Ereignissen mit nationalsozialistischer Vergangenheit im Landkreis Leipzig und der damit verbundenen Erinnerungskultur in der Gegenwart. Im Fokus des 2012/2013 durchgeführten Landkreisprojektes standen dabei die Außenlager in Flößberg, Colditz, Markkleeberg und Böhlen, sowie andere Gedenkorte im Landkreis Leipzig. Dabei entstanden dokumentarische Fotografien und künstlerische Arbeiten, die sich sowohl mit historischen Fakten, als auch mit dem heutigen Umgang mit diesen Orten und der Erinnerungskultur vor Ort beschäftigen. Im Mittelpunkt der Auseinandersetzung stand deswegen immer auch die Frage nach der Zukunftsfähigkeit unserer heutigen Gedenkkultur. 2013 wurden die Ergebnisse des Projektes für eine mobile Ausstellung aufbereitet. Diese wanderte anschließend durch den Landkreis und brachte so die Thematik an verschiedenen Orten der Öffentlichkeit näher.

Beteiligte Künstler_innen und Wissenschaftler_innen waren: Martin Haufe, Martin Baumert, Luise Marbach, Max Baitinger, Mandy Gehrt, Luise Schröder, Anne Friebel, Florian Krahmer.

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KUNSTVERMITTLUNG

FÜRS LEBEN LERNEN?
Kurzprojekt und Zukunftswerkstatt

Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig
28.02.2012, 06.03.2012, 9-14 Uhr

Was bedeutet für Dich Deine Schule?
Was gefällt Dir, was würdest Du gern ändern?
Was wünschst Du Dir von Deiner Schule?

In einem 2-tägigen Projekt hat die GFZK FÜR DICH, Abteilung Kunstvermittlung der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern verschiedener Schulformen Erfahrungen, Vorstellungen und Ideen über Themen wie Freiheit, Pflicht und Spaß, Wissen, Lernen und Schule ausgetauscht sowie Visionen für eine gerechte und lebensnahe Schule entwickelt. Anlass für das Projekt waren die Szenarien der norwegischen Kuratorin Tone Hansen und der Künstlerin Ane Hjort Guttu, die in der Ausstellung “Szenarien über Europa” in der GfZK ein Ausstellungs-Programm rund um das Thema Schule und Bildung zusammengestellt haben. Neben Inhalten und Strukturen von zeitgenössischer Bildung wurden hierbei ebenso deren Zugänge befragt.

Teilnehmer/innen: Justin, Kevin und Marcel (Förderschule Schloss Schönefeld); Hannah, Anton, Helena und Ida (Montessori- Schulzentrum); Magda und Dalia (Freie Schule Leipzig e.V.); Christian und Yusuf (Lindenhofschule Leipzig)
Projektleitung: Alexandra Friedrich, Julia Kurz und Lena Seik
Künstlerische Workshops: Luise Schröder und Tristan Schulze

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KUNSTVERMITTLUNG

MY LEGACY/MEIN ERBE/MON HÈRITAGE

Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig
Ferienworkshop: 20.02.-24.02.2012, 10-15 Uhr

Organisation und Umsetzung: Luc-Carolin Ziemann, Kuratorin, DOK Leipzig; Julia Kurz, Kuratorin und Kunstvermittlerin; Susanne Schulz, Filmemacherin; Luise Schröder, Künstlerin und Kunstvermittlerin

Ein Filmworkshop für Jugendliche über unterschiedliche Erfahrungen und verschiedene Wege, mit diesen (künstlerisch) umzugehen. Jeder einzelne von uns trägt ein Erbe mit sich, das ihm durch seine Familie, die Orte seiner Kindheit und die eigenen Erfahrungen mitgegeben wurde. Ein Erbe kann einem viele Türen öffnen, es kann aber auch schwer zu tragen sein, sperrig oder sogar unverständlich. Mit einem Erbe im Gepäck kann es manchmal durchaus schwierig sein, anzukommen, sich einzubringen und “heimisch” zu werden. In einem 5-tägigen Ferienworkshop hatten die Jugendlichen die Möglichkeit, sich dem zu nähern, was sie selbst als ihr “Erbe” ansehen. Begleitet von professionellen Kunstvermittlerinnen haben sie zunächst Filme angeschaut, die sich mit dem Thema des Umgangs mit dem eigenen Erbe beschäftigen und in einem zweiten Schritt entwickelten sie selbst ein Konzept für einen künstlerisches Projekt.Das Ergebnis waren zwei Filme, zwei Filminstallationen, eine Installation im Raum und ein Soundtrack mit gestaltetem CD-Booklet, die von Freitag bis einschließlich Sonntag in der Galerie für Zeitgenössische Kunst ausgestellt wurden.
Gefördert von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen in Kooperation mit der Galerie für Zeitgenössische Kunst und dem Referat für Migration und Integration

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KUNSTVERMITTLUNG

Workshop eingrenzen/ausgrenzen, Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig
07.12.2011, 9-15 Uhr

Organisation und Umsetzung der Workshops: Julia Kurz (Kuratorin, Kunstvermittlerin), Luise Marbach (Künstlerin und Kunstvermittlerin) Luise Schröder (Künstlerin und Kunstvermittlerin) in Zusammenarbeit mit der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig im Rahmen der Ausstellung „Szenarien über Europa“

Teilnehmer_innen: Schülerinnen und Schüler 8.-10. Klasse des Reclam-Gymnasiums und des Kant- Gymnasiums in Leipzig

Welche Grenzen gibt es? Wozu dienen Grenzen?

Während des Kunsttages/Studium Generale wurden verschiedene Grenzen von künstlerischer Seite aus theoretisch betrachtet (Ausgangspunkte waren einzelne Arbeiten in der Ausstellung oder der Künstlerinnen selbst) und praktisch in drei verschiedenen Workshopgruppen ausgelotet. Im Mittelpunkt standen dabei persönliche Grenzen von Personen oder Gruppen (z.B. Freundeskreis), der eigene Körper, symbolische Ein- und Ausschlussmechanismen durch Kleidung aber auch räumliche Grenzen, wie die eines Nationalstaats oder die eines Kontinents. Gearbeitet wurde mit Magazinen, Zeitungen, Büchern, Bildern, Stoffen und Video und es entstanden Collagen, Videoclips und Kostüme. Im Rahmen der Workshops ging es darum unterschiedliche künstlerische Arbeitsweisen vorzustellen und kennenzulernen, wobei ein Schwerpunkt auf den Möglichkeiten und Praktiken der so genannten „Künstlerischen Recherche“ lag.
Zum Abschluss gab es eine kleine durch die Teilnehmer_innen selbst gestaltete Ausstellungspräsentation bei der die entstandenen Arbeiten den anderen Gruppen vorgestellt werden konnten.

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platforma11 | September 10th to September 19th 2011, Leipzig/Lindenau, Germany

platforma11 was an international and interdisciplinary project week in Leipzig and Markkleeberg, Germany, which aimed to create an OPEN SPACE process reflecting on the topics “art, politics and education” and their relationship to one another. Around 50 young people from Germany, Western- and Eastern Europe, Russia, North Afrika and Israel with interdisciplinary approaches worked together in organizing workshops, panels and lectures as well as exhibitions, concerts, performances and interventions.

Untitled from platforma11 on Vimeo.

I directed the documentation of the platforma 11/Walk and also the platforma 11/FORUM

Platforma 11 from Le Grex on Vimeo.

http://www.platforma11.net

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WEITWINKEL – Kunst.Kultur.Politik

Kunst und Kultur als Anknüpfungspunkte für die politische Bildung

Können Kunst und Kultur tatsächlich Denkstrukturen aufbrechen und was genau wird dann Politisches gelernt? Um sich dieser und weiteren Fragen kritisch zu stellen, führte die Rosa-Luxemburg-Stiftung vom 19. bis zum 25. September 2011 das Projekt «Weitwinkel – Kunst.Kultur.Politik» durch. Diese Themenwoche begab sich auf die Suche nach den Potenzialen von Kunst und politischer Bildung, als Gemeinsames gedacht und praktiziert.

Vom 19. bis 23. September gab es im Rahmen der Themenwoche eine ständige und dezentrale Ausstellung zu sehen, die exemplarisch künstlerische Arbeiten vorgestellte, welche sich an politischen Systemen, Entwicklungen und Zuschreibungen reiben, diese kommentieren oder durch Interventionen irritieren – also auf unkonventionelle, künstlerische Art politisch Themen aufgreifen und bearbeiten. Im zentralen Ausstellungsraum Raum 135, auf der Plattform 4 (Flur 4. Etage), in einer Hörkabine im Paternoster sowie weiteren Orten wurden die Arbeiten von internationalen Künstler_innen präsentiert: Mohamed Alaa, «Chto Delat?», «das lot und das quer», Eleni Froudaraki, Mandy Gehrt, Isidora Ilić, Deborah Jeromin & Britta Wernecke, Lenka Kalafutová, Tibor Müller, Kathrin von Ow, Jirka Pfahl, Philipp Rödel, Luise Schröder, Stefanie Schröder und Danielle Shworts. Kuratorin: Andrea Günther.

Eine weitere Veranstaltung im Rahmen der Themenwoche:

Medien & Kommunikation/Gegenöffentlichkeit oder Arbeiten am Mainstream

Perspektiven kritischer Videoarbeit. Im Rahmen der Themenwoche «Weitwinkel – Kunst. Kultur. Politik.»

 

Diskussion / Vortrag
23.09.2011 | 19:00 Uhr
RAW-Tempel, Intelligenz-Raum
Mit Videoaktivist_innen der Gruppe «leftvision» und Luise Schröder

Videoaktivismus ist eine Form der politischen Praxis innerhalb demokratischer, sozial-emanzipatorischer Bewegungen. Videoaktivist_innen wollen ihr Publikum dazu motivieren, selbst aktiv zu werden. Die Konsumhaltung von Zuseher_innen soll durchbrochen werden. Wir wollen anhand ausgewählter Videoarbeiten der Akteure über ihre Erfahrungen aus der Praxis reflektieren und mit dem Publikum diskutieren was das Gesehene bei ihren antrainierten Sehgewohnheiten auslöst. Dabei sollen Fragen wie der Umgang der Akteure mit den Integrationskräften des Mainstreams, der Verortung der Aktivist_innen im Spannungsfeld linker Positionen und moderatem Mainstream und der Bedeutung/Relevanz von Hegemoniekämpfen debattiert werden.

http://www.rosalux.de/event/44274/weitwinkel-kunstkulturpolitik.html